Giulia Silvestrini, Head of Global Interpreting bei Acolad, sprach mit Multilingual darüber, was alles erforderlich ist, um die optimale Dolmetschabdeckung bei einer der komplexesten Veranstaltungen der Welt sicherzustellen. Hören Sie sich ihre Erkenntnisse im Podcast Localization Today an:
Dolmetschen auf der COP30: Den internationalen Klimadialog auch unter Druck am Laufen halten
Tausende Delegierte zusammenbringen, damit sie in einer gemeinsamen Anstrengung für einen lebenswerten Planeten sprechen, zuhören und sprachübergreifend effektiv kommunizieren konnten.
Über COP30
Jedes Jahr kommen auf der UN-Klimakonferenz Tausende von Delegierten, Institutionen und internationalen Organisationen zu tagelangen Meetings, Verhandlungen und öffentlichen Sitzungen zusammen. Bei der COP30 in Belém, Brasilien, stand so viel auf dem Spiel wie noch nie: Eine umfangreiche, dynamische Veranstaltung, verteilt auf Dutzende Veranstaltungsorte als Teil einer gemeinsamen Anstrengung für den Klimaschutz. Doch hinter den Kulissen arbeiteten Acolad und Interactio zusammen, um eine kritische Dolmetschinfrastruktur bereitzustellen, die sicherstellte, dass Teilnehmer aus aller Welt, unabhängig von ihrer Sprache, teilnehmen konnten.
Die unsichtbare Infrastruktur der COP30
Die COP 30 auf einen Blick
11 Tage angefüllt mit Sitzungen
Über 150 fachkundige Dolmetscher
Über 20 Technikexperten
885 Dolmetschersitzungen
Dolmetschen unter unvorhersehbaren Bedingungen
Die COP30 wurde in einer temporären Stadt mit einer Fläche von 200 000 Quadratmetern abgehalten und war ebenso groß wie unberechenbar.
Das Dolmetschen musste in einer dynamischen Veranstaltungsumgebung mit häufigen kurzfristigen Änderungen des Zeitplans, sich überschneidenden Sitzungen und Infrastrukturbeschränkungen erfolgen. An mehreren Veranstaltungsorten waren schnelle Anpassungen der Raumnutzung, der Ausrüstung und des Personals erforderlich.
Jede Unterbrechung des Dolmetschablaufs hätte zu einer Verzögerung der Sitzungen, einer geringeren Beteiligung und einem Vertrauensverlust bei den Delegierten und Organisatoren führen können. Die Herausforderung bestand nicht nur im Umfang, sondern auch darin, den Dialog unter ständigem operativem Druck am Laufen zu halten.
Um diese Komplexität zu bewältigen, agierten Acolad und Interactio – Anbieter einer Plattform für das Simultandolmetschen – als zentrale Koordinationsstelle für alle Interaktionen.
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„Für eine Veranstaltung dieser Größenordnung sind Partnerschaften mit allen relevanten Akteuren und ein ganzheitlicher Ansatz unerlässlich. Unser Expertenteam hat mit einem flexiblen Ansatz die Komplexitäten bewältigt, Probleme vorausgesehen und schnell Lösungen gefunden, um Beeinträchtigungen der Leistungsbereitstellung zu vermeiden.“
Giulia Silvestrini, Head of Global Interpreting, Acolad
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Eine flexible Dolmetschumgebung für eine komplexe internationale Veranstaltung
Noch während der abschließenden Vorbereitung des Veranstaltungsortes koordinierte Acolad die Dolmetsch-Umsetzung über den Technologiepartner Interactio. Das Team hat nicht nur auf Veränderungen reagiert. Es plante sie fest ein.
Das Dolmetschen erfolgte hybrid durch Fern- und Vor-Ort-Dienste, sodass die Sitzungen auch dann fortgesetzt werden konnten, wenn sich Räume, Zugangsmöglichkeiten und Zeitpläne änderten – oder komplett virtuell stattfanden. Dolmetscher mit Erfahrung im diplomatischen und institutionellen Bereich wurden je nach Sprachkombination, Thema und Sitzungsformat eingesetzt. Abgedeckt wurden die sechs offiziellen UN-Sprachen sowie brasilianisches Portugiesisch und Italienisch.
Ein zentrales Team koordinierte die Dolmetscher, die technischen Teams und die Durchführung der Live-Sitzungen und kümmerte sich aktiv um Änderungen in letzter Minute, um die Auswirkungen auf Organisatoren und Delegierte so gering wie möglich zu halten.
Sitzungen durch Fern-Simultandolmetschen am Laufen halten
Das Ferndolmetschen spielte eine Schlüsselrolle bei der Erhaltung der Kontinuität in einem dynamischen, sich rasch verändernden Umfeld.
Dieser hybride Ansatz wurde so angelegt, dass er trotz der komplexen Infrastruktur, der sich ständig verändernden Agenden und der umweltbedingten Einschränkungen Stabilität gewährleistete und sicherstellte, dass das die Dolmetschdienste überall und jederzeit verfügbar blieben, wenn sie gebraucht wurden.
„Der Dolmetsch-Service bildete das unsichtbare Rückgrat dieses Gipfels. Gemeinsam haben Interactio und Acolad die gesamte Diskussion während dieser komplexen Veranstaltung unterstützt. Unsere Teams arbeiteten Seite an Seite, bewältigten jede Veränderung und Herausforderung und setzten flexible Dolmetschlösungen ein, um den sich schnell ändernden Anforderungen gerecht zu werden."
Alexsejus Zubcovas, COP30 Commercial Lead, Interactio
Kontinuierlicher Dialog im Rahmen eines globalen Gipfels
Während des gesamten Gipfels blieb der Dolmetsch-Service trotz der ständigen Veränderungen vor Ort konstant verfügbar. Die Delegierten konnten sich auf die Diskussionen konzentrieren anstatt auf die Sprachlogistik. In Belém, wo eine klare Kommunikation für die internationale Zusammenarbeit unerlässlich war, sorgte Acolad dafür, dass die Teilnehmer während der gesamten Veranstaltung alles verfolgen, sich einbringen und verstanden werden konnten.
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Kontinuierliche Abdeckung: Während des gesamten Gipfels standen Dolmetschdienste zur Verfügung, sodass die Gespräche ohne Sprachbarrieren fortgesetzt werden konnten.
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Vernetzte Bereitstellung: Sitzungen in 44 verschiedenen Konferenzräumen und 15 Pavillons wurden von einer einzigen abgestimmten Dolmetschumgebung unterstützt.
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Hybride Flexibilität: Vor-Ort- und Ferndolmetschen wurden kombiniert, um die Sitzungen am Laufen zu halten.
- Operative Resilienz: Der Dolmetsch-Service wurde ohne Unterbrechung fortgesetzt, während die Zeitpläne unter schwierigen Bedingungen häufig geändert wurden.